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ÖDP unterstützt Waldumbau praktisch

125 Eiben gepflanzt

Seeg. Bei herrlichstem Herbstwetter trafen sich Mitglieder des ÖDP Kreisverbandes Ostallgäu/Kaufbeuren mit dem Bundesvorsitzenden der ÖDP Christian Rechholz am Wanderparkplatz Senkele. Dort wurden sie vom Revierförster Johannes Nachbar empfangen und erhielten von ihm eine Einführung in den Waldumbau, den er persönlich lieber als Waldverjüngung bezeichnet. Nachbar ging darauf ein, dass die staatlichen Forste schon seit Jahren den sich ändernden Klimabedingungen angepasst werden. Allerdings bedürfe dies eines längeren Zeitraums. Jährlich würden in seinem Forst zwischen 5.000 und 10.000 neue Bäume auf einer Fläche von ca. 2.000 Hektar gepflanzt. „Für sie als ÖDP habe ich besondere Bäume für die Pflanzung ausgewählt“, so Förster Nachbar, „die Eibe, sie ist ein ökologisch wertvoller Baum, allerdings wächst er für den Forstbetrieb zu langsam. Normalerweise pflanzen wir hier Buche, Ahorn, Tanne und Fichte. Alle Pflänzchen müssen aus zertifizierten Vermehrungsbetrieben kommen, damit wir sicher gehen können, dass diese Pflanzen in unsere Region passen.“ Er begründete dann noch die Hintergründe der Auflagen, welche alle ihre Begründung hätten.
Nach der Einführung ging es an den Ort der Praxis. Hier erläuterte Nachbar die Vorgehensweise bei einer strukturierten Pflanzung, welche die Katalogisierung des Forstbestandes vereinfacht. Weiterhin erklärte er den Bodenaufbau des Waldes und worauf beim Pflanzloch zu achten sei. Danach machten sich die anwesenden Mitglieder an die Arbeit und stellten fest, dass das vom Forstamt zur Verfügung gestellte Werkzeug hervorragend für diese Arbeit angepasst und mit dem Gartenwerkzeug von Zuhause nicht vergleichbar ist. Mit viel Elan gingen die Mitglieder des Kreisverbandes an die Arbeit. Dadurch, dass die Mitglieder nach der Theorie jetzt praktisch am Umbau des Waldes mitarbeiteten, wurde die Verbindung von begreifen und greifen spürbar. Es ist für politische Aktive und Interessierte nicht nur wichtig in der Theorie Bescheid zu wissen, sondern auch einen praktischen Bezug zu haben. Es gibt nur wenige Menschen, die selbst einen Wald haben, weshalb es wichtig ist, solch eine Möglichkeit zu erhalten, am Waldumbau, wenn auch nur ein wenig, teilzuhaben. Der Vorsitzende des ÖDP Ortsverbandes Füssen/Altlandkreis Helmut Scheel dankte Herrn Förster Nachbar für die unkomplizierte gemeinsame Planung und Umsetzung. „Wir haben jetzt einen anderen Einblick in den Wald erhalten, als wenn wir nur durch ihn hindurchspazieren. Sie können sich sicher sein, dass wir in Zukunft anders durch den Wald gehen, als wir es noch gestern taten“, ergänzte Scheel.
Nach getaner Arbeit saßen die temporären „Waldarbeiter“ noch gemütlich, unter herbstlicher Abendsonne an der Waldbücherei im Senkele zusammen und ließen die gemeinsame Aktion ausklingen, bei der 125 Eiben gepflanzt wurden. Einige Mitglieder versprachen den Wuchs der Bäume zu begleiten.

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